Der Sturmbock

NZ Reutlingen-Achalm e.V.

 

 

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Der Sturmbock / Rammbock

 

Geschichte des Sturmbocks / Rammbocks

Sturmbock neben der Marienkirche

Wer die Marienkirche mit offenen Augen umrundet, dem wird sicherlich schon einmal der Sturmbock aufgefallen sein, der neben der Kirche gegenüber dem Naturkundemuseum liegt.
Nach der Legende gelobten die Reutlinger, als sie 1247 von den Truppen des stauferfeindlichen Gegenkönigs Heinrich Raspe belagert wurden, dass sie der heiligen Maria eine Kirche erbauen wollten, wenn sie von der Belagerung verschont blieben. Tatsächlich, als die Feinde abzogen, erfüllten die Geretteten ihr Versprechen und begannen, dieses prächtige Bauwerk zu errichten. Als Längenmaß für die Kirche soll ein Sturmbock gedient haben, welchen die Feinde bei ihrem Rückzug zurückgelassen hatten. Dieser Sturmbock wurde - als Zeichen Reutlinger Unabhängigkeit und reichsstädtischen Stolzes - bis zum Jahre 1517 im Kirchenschiff aufbewahrt, von wo er auf Geheiß des Kaisers Maximilian I. entfernt werden musste. Der Transport des riesigen Sturmbocks aus der Kirche stellte sich allerdings als schwieriges Unterfangen dar, da der Platz vor dem Westportal, durch welches das Ungetüm unbeschadet aus der Kirche hätte getragen werden können, bereits bebaut war. Doch wussten die Reutlinger sich in dieser Situation zu helfen: Sie brachen ein Loch in die Chorwand, durch welches sie den Sturmbock aus der Kirche in die gegenüberliegende Pfarrgasse (heute Aulberstraße) schieben konnten, und hängten denselben an der Außenwand des neu erbauten Rathauses auf (wo er mitsamt Rathaus beim großen Stadtbrand 1726 vernichtet wurde).

 

Replica des Reutlinger Sturmbocks für die NZ Achalm-Ritter Reutlingen e.V.